Weltverbessern

Mein Leben lang habe ich mich gefragt, wie ich die Welt ein bisschen besser machen kann. Es gibt viele solcher Listen mit Tipps, wie zum Beispiel Wasser sparen, sich vegan zu ernähren, Licht ausmachen, wenn man es nicht braucht etc. Das geht nicht weit genug und bekämpft hauptsächlich Symptome.

Hier ist eine Liste, von der ich denke, dass sie die Ursache bekämpft:

  1. Verstehe die Ursache der meisten Probleme.
  2. Lerne sehr viel über die Welt, wie sie funktioniert, über menschliches Verhalten, über Technologie, Kulturen, das Handelssystem etc. –> Hier ist eine relevante Quelle dafür.
  3. Teile das, was du gelernt hast: rede mit anderen Menschen darüber, schreib Artikel, mach Videos, Vorträge, Lieder, Veranstaltungen etc.
  4. Erschaffe handelsfreie Waren und Dienstleistungen: Von Blogs bis Musik, von der
    Bereitstellung von Lebensmitteln bis zur Bereitstellung von Hilfe, von Kleidung bis Möbel, von diesem bis zu dem. Wenn du etwas handelsfrei machst, dann nenne es auch handelsfrei, damit andere Menschen darauf aufmerksam werden. Nutze dafür #handelsfrei
  5. Nutze handelsfreie Waren und Dienstleistungen, wie zum Beispiel unser handelsfreies Betriebssystem TROM-Jaro und erzähle Menschen davon.
  6. Hilf mit beim TROM-Projekt: z.B. lies meine Übersetzungen Korrektur, teile unsere Materialien und Werkzeuge (die Doku, Bücher, Videos, kuratierte Nachrichten/Videos/Podcasts, Videoneat, Musicwave etc.), hilf uns finanziell und/oder ideell, schreibe selbst ein Buch/einen Artikel etc..
  7. Hilf mit bei anderen Organisationen, die handelsfrei sind oder gründe selbst eine.
  8. Sei kreativ und überlege selbst, wie du diese Idee verbreiten kannst.

Fang an, die Gesellschaft hier und jetzt zu verändern! Keine Notwendigkeit, auf jemanden zu warten, keine Notwendigkeit, Teil einer bestimmten Organisation zu sein, keine Notwendigkeit für all das.

Verstehe mich nicht falsch, es ist großartig, sich für erneuerbare Energien einzusetzen oder für weniger Plastikmüll, Petitionen unterschreiben etc. Aber im Laufe meines Lebens habe ich herausgefunden, dass das nicht genug ist.

Beispiel: In Deutschland könnte es einem so vorkommen, dass mehr und mehr Menschen sich vegan ernähren und ich kenne einige, die vielleicht denken, damit die Welt zu verändern.

Es gibt mehr und mehr vegane Restaurants, Rezepte, Blogs, vegane Kleidung etc.. Ich selbst ernähre mich zum Beispiel vegetarisch, aber wenn du auf die wissenschaftlichen Fakten schaust, dann steht fest, dass die Fleischproduktion weltweit sogar steigt – und zwar zunehmend! (Quelle)

Das kann sehr erniedrigend sein, wenn du denkst, dass nur alle Menschen sich vegan ernähren sollten, damit wir in einer besseren Welt leben. Vielleicht ist das nicht der Fall. Vielleicht sollten wir das Handelssystem an sich angehen, dass diese Situation (viele Probleme) erst geschaffen hat. Aus dem Buch „Die Welt und uns selbst essen„:

Es ist viel intelligenter, zivilisierter und effizienter, eine globale Gesellschaft zu schaffen, in der niemand das Bedürfnis hat, sich auf andere zu verlassen, um beispielsweise das Licht auszuschalten, um Energie zu sparen, sondern ein umfassendes System zu schaffen, in dem Lichter automatisch ein- und ausgeschaltet werden, wenn sie eine Anwesenheit erkennen oder nicht, indem man eine Infrastruktur nutzt, die auf erneuerbaren Energien basiert, sodass der Energieverlust nicht so wichtig ist.

Das Gleiche gilt für Essgewohnheiten, wo ich denke, dass die Lösung darin besteht, eine andere Art von Gesellschaft zu schaffen, in der niemand die Notwendigkeit hat, ungesunde Lebensmittel zu verkaufen oder die Nahrungsmittelauswahl durch Werbung zu beeinflussen und zu versuchen, auf die Forschung über die Sicherheit der Produkte, durch die Macht des Geldes, Einfluss zu nehmen.

Dieses System würde alle relevanten Informationen darüber liefern, was eine gesunde menschliche Ernährung ist, unbeeinflusst von irgendwelchen ‚Kräften‘, wie es in der heutigen Welt der Fall ist; ein System, bei dem niemand Interesse daran hätte, solche teuren und energie-/ressourcenineffizienten Mittel zur Nahrungsmittelproduktion aufzubauen.

Ich würde sagen, dass man sich niemals darauf verlassen kann, dass Menschen ihre Gewohnheiten ändern, sondern man stattdessen bessere Systeme und Methoden, die das gewünschte Ergebnis bringen, erfinden sollte.

Zum Schluss empfehle ich noch diese 3 Bücher: