Was ist FOSS?

In diesem Artikel geht es um die Frage, warum FOSS besser als proprietäre Software ist, meine erste Erfahrung mit dem Betriebssystem Ubuntu und wie ich es installiert habe. Außerdem wird erklärt, wie Manjaro funktioniert und was das Großartige daran ist.

Jede*r kennt und benutzt wahrscheinlich ein Betriebssystem von Windows oder Apple. Diese Betriebssysteme sind proprietär, das heißt der Quellcode davon ist nicht für jeden offen zu sehen und somit weiß niemand, außer diejenigen, die Zugriff auf den Quellcode haben (die Mitarbeiter von Apple und Microsoft), wie z. B. dieser funktioniert und ob er vielleicht schädlich ist oder nicht. Ich selbst habe einen Mac von Apple, auf dem MacOS installiert war. Die Betonung liegt auf war, da ich seit längerem FOSS benutze. FOSS ist die Abkürzung von Free and Open Source Software, was auf deutsch übersetzt „freie und quelloffene Software“ bedeutet. Dort ist also der Quellcode für jeden offen zu sehen: jede*r sieht, wie der Quellcode funktioniert, wo Fehler sind und was man optimieren könnte.

Warum ist FOSS großartig?

Es gibt 4 große Vorteile gegenüber proprietärer Software (z. B. Apple und Microsoft):

  1. Sicherheit und Zuverlässigkeit
  2. Vielfalt
  3. Stärkt die Zusammenarbeit und definiert Bildung neu
  4. Effizienz

Lies das, um zu verstehen, was mit diesen Punkten gemeint ist. Zudem ist FOSS (wie der Name schon sagt) kostenlos. Das heißt aber nicht zwingend, dass FOSS handelsfrei ist und Programme/Apps könnten Daten sammeln oder etwas anderes von ihren Nutzern wollen.

Von diesen Punkten überzeugt, habe ich mich Anfang 2018 entschieden FOSS auszuprobieren und dabei die Linux-Distribution Ubuntu zu benutzen.

Wie habe ich es installiert?

Um Ubuntu zu benutzen, habe ich das Betriebssystem über ein Programm auf einen USB-Stick installiert, dann mit Hilfe eines YouTube-Videos auf meinen Laptop installiert, sodass ich MacOS und Ubuntu gleichzeitig hatte. Sozusagen, um herauszufinden, ob mir Ubuntu gefällt.

Ich habe eine Zeit lang gebraucht, um mich daran zu gewöhnen, aber letztendlich habe ich mich zurecht gefunden und war ziemlich begeistert. Das Design hat mir sehr gut gefallen und ich konnte mit der Apple-Taste cmd + S in verschiedene Schreibtische wechseln (das habe ich geliebt):

Ich habe mich an Ubuntu gewöhnt und es hat mir gut gefallen! Es war nur ein bisschen umständlich, Programme zu installieren, weil man dazu oft den Terminal braucht (die Kommandozentrale des Computers, wo man Befehle ausführen kann), aber das sah ich als Herausforderung und es hat mir Spaß gemacht, Dinge herauszufinden, die nach einiger Zeit auch funktionierten. Ich hatte Freude am Spielen und genau so könnte Bildung aussehen.

Dann war ich im Dezember bei Tio, der gerade dabei ist, eine eigene angepasste Version von dem Betriebssystem Manjaro zu erstellen.

Manjaro

Übersetzt von Tio: Manjaro basiert auf Arch. Es ist wie ein Linux-Betriebssystem, das auf einem anderen aufgebaut ist. Das ist das Schöne an Open Source. Man kann das, was andere gebaut haben, neu aufbauen. Jetzt hat Manjaro eine Menge an benutzerdefinierten Dingen für das Betriebssystem erstellt, und die meisten Linux-Distributionen erstellen ein sogenanntes „Repository“ (einen Aufbewahrungsort). Das ist im Grunde ein Server (eine Website), auf dem diese Pakete abgelegt werden und von dort aus leicht installiert werden können. Eine Anwendung (App) ist nichts weiter als ein Stück Code, das in einem Weihnachtspapier verpackt ist.

Wenn du es installieren willst, befiehlst du im Grunde genommen deinem Betriebssystem, es zu entpacken und den Inhalt des Pakets zu erstellen. Vielleicht ist es eine Giraffe, vielleicht ist es ein Auto, vielleicht ist es einfach ein Kartenspiel. Wichtig ist, was in diesem Paket enthalten ist. In Windows hast du das „exe“ als Paket. Das Problem ist, dass dieses exe sehr unordentlich ist, wenn du es öffnest – es gibt ein Chaos (weiter, weiter, ja, installieren, wo, jetzt?, zustimmen?, weiter, weiter). Du musst dieses Paket auch online auf allen Arten von Webseiten finden. Es ist also ein totales Durcheinander.

Unter Linux legen die Benutzer diese Pakete an einem einzigen Ort ab und prüfen, ob sie gut sind oder nicht. Stell dir das wie ein Lagerhaus vor. Hier ist alles nach Kategorien sortiert. Arch hat ein solches Lagerhaus, Manjaro hat eins, Ubuntu hat eins, aber der Unterschied zwischen ihnen liegt hauptsächlich in der Paketverpackung, weil sie hauptsächlich gleich sind. Ubuntu hat beispielsweise „deb“ anstelle von „exe“.

Also zurück zu Manjaro. Es gibt einen eigenen Aufbewahrungsort – wir nennen das „Repository“ (erinnerst du dich?). Manjaro hat jedoch ein kleines Team, daher können sie nicht viele Pakete dort ablegen, da diese Pakete gründlich getestet und gewartet werden müssen. Das bedeutet „Einschränkung“. Darunter leidet Ubuntu, da in ihren Repositories keine neue Software vorhanden ist. Aber Manjaro nutzt AUR. Dies ist das Arch User Repository – das ist wie ein öffentliches Lagerhaus, in dem jeder Benutzer Pakete für die Arch-basierten Linux-Distributionen hinzufügen kann.

AUR ist vielleicht das größte Lagerhaus in der Linux-Welt. Es hat so ziemlich jede Software. Manjaro setzt also auf ein eigenes Repository, erlaubt aber auch die Aktivierung von AUR. So kannst du Pakete von jedem beliebigen Lagerhaus aus installieren, wodurch du eine Vielzahl von Anwendungen nutzen kannst. Software von AUR wird nicht auf Manjaro getestet, aber da Manjaro auf Arch basiert, funktionieren dort so ziemlich 99% der Anwendungen.

Manjaro deaktiviert AUR standardmäßig, es ist jedoch sehr einfach über den Software Manager zu aktivieren. Das ist das Schöne an Manjaro, ihrem Software-Manager, bei dem das Repository und AUR zusammenarbeiten. Die Installation einer Anwendung ist für jeden Manjaro-Benutzer so einfach. Man muss einfach den Software-Manager öffnen, den Namen einer Anwendung (App) eingeben (und sie suchen) und auf installieren klicken. Das ist alles. Kein Einsatz von Terminals, keine Suche im Web nach einer Anwendung.

TROM-Jaro

Ok, also zurück zu TROM-Jaro: Ich möchte dieses Betriebssystem so anpassen, dass es sowohl handelsfrei als auch superfunktional ist und die besten Linux-Apps der Welt enthält. Manjaro kommt vorinstalliert mit Microsoft Office, Steam, und ich denke auch Skype – die sind nicht handelsfrei! Also habe ich alles getan, außer dass ich AUR-Anwendungen nicht einfach vorinstallieren kann. Dafür müsste ich mein eigenes Lagerhaus anlegen und warten. Das ist verrückt, wenn man bedenkt, dass ich schon so viel Arbeit für TROM erledigen muss.

Aber mir wurde dabei etwas klar: TROM-Jaro nicht mit Zeug vollzustopfen! Nicht jeder braucht die Apps, die ich dort hinzugefügt habe, und ich habe zu viele hinzugefügt! Meine Idee jetzt: Sich auf Anpassungen verlassen, die die Verwendung von TROM-Jaro einfach und großartig machen (also Anpassungen an dem Betriebssystem), und sich auf tromjaro.com verlassen, um Apps auf eine wunderschöne Art zu empfehlen. Bei der Installation von TROM-Jaro wird ein schlankes, schnelles und ein Betriebssystem, das „bereit“ ist, zur Verfügung gestellt.

Wenn du zum ersten Mal Firefox öffnest, siehst du tromjaro.com, wo du unsere empfohlenen Apps durchgehen und alle installieren kannst, die du willst/brauchst! Auf diese Weise installieren die Menschen NUR, was sie brauchen! 😉 – Und so können wir ständig neue Apps empfehlen.

Stell dir vor, ich würde eine großartige neue App entdecken. Was jetzt? TROM-Jaro erneut für eine einzelne App umbauen? Das ist verrückt! Aber auf diese neue Weise kann ich sie einfach auf tromjaro.com empfehlen und jeder kann sie in wenigen Sekunden installieren. Ich mag diese neue Idee!

Zusammenfassung

TROM-Jaro ist also ein minimalistisches, schnelles und super einfach zu bedienendes Betriebssystem für Computer. Es macht Spaß, es zu bedienen und du wirst verblüfft sein, wie gut es funktioniert.

Die Dinge, die TROM-Jaro von Manjaro unterscheidet:

  • Plugins, die zum Beispiel Werbung bei Firefox verhindern, kommen vorinstalliert. Kennst du den kurzen Werbespot bei YouTube, wenn du ein Video anschauen willst? Du wirst vergessen, dass es das gibt, weil solche Werbung geblockt wird. Andere Plugins bieten zum Beispiel mehr Sicherheit.
  • Es gibt nur die nützlichsten Apps und eine eigene Seite, auf der viele FOSS-Apps empfohlen werden. Keine proprietären Apps mehr.
  • Das Design ist verändert. TROM-Jaro ist sehr chic und sieht richtig schön aus! Außerdem kannst du selbst das Aussehen nach deinen individuellen Wünschen ändern – Freiheit pur!
  • Es ist so eingestellt, dass du sofort anfangen kannst, es zu benutzen.

Außerdem gibt es ein Manjaro-Forum auf Deutsch, wenn du irgendwelche Fragen, Probleme oder Schwierigkeiten hast – die Gemeinschaft wird dir sicherlich helfen. Natürlich kannst du dort auch anderen helfen 🙂

Aber genug geredet für jetzt. Hier sind ein paar Bilder von TROM-Jaro:

Wenn du es ausprobieren und/oder installieren willst, dann findest du auf der Website die Anleitung:

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei