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Warum Linux besser als Windows und Apple ist

In diesem Artikel erzähle ich von meiner Erfahrung mit Linux und wie ich es installiert habe. Außerdem wird erklärt, wie Manjaro funktioniert und was das Coole daran ist.

In diesem Artikel erzähle ich von meiner Erfahrung mit Linux und wie ich es installiert habe. Außerdem wird erklärt, wie Manjaro funktioniert und was das Coole daran ist.

Jede/r kennt und benutzt wahrscheinlich ein Betriebssystem von Windows oder Apple. Diese Betriebssysteme sind proprietär, das heißt der Quellcode davon ist nicht für jeden offen zu sehen und somit weiß niemand, außer diejenigen, die Zugriff auf den Quellcode haben (die Mitarbeiter von Apple und Microsoft), wie er z. B. funktioniert und ob er vielleicht schädlich ist oder nicht.

Ich selbst habe ein Macbook von Apple, auf dem MacOS installiert war. Die Betonung liegt auf war, da ich seit längerem FOSS benutze. FOSS ist die Abkürzung von Free and Open Source Software, was auf Deutsch übersetzt “freie und quelloffene Software” bedeutet. Dort ist also der Quellcode für jeden offen zu sehen: jede/r sieht, wie der Quellcode funktioniert, wo Fehler sind und was man optimieren könnte. Denk an ein Rezept von einem Kuchen.

Bei Windows und Apple kannst du nicht in die Zutatenlisten schauen – sie sind geheim. Du weißt nicht, wie der Kuchen gemacht wurde und was für Zutaten drin sind – du hast einfach den Kuchen gekauft und isst ihn.

Bei FOSS dagegen ist die Zutatenliste offen – der Quellcode ist für jeden Menschen einsehbar. Noch dazu musstest du kein Geld bezahlen!

Warum ist FOSS so großartig?

Es gibt 4 große Vorteile gegenüber proprietärer Software (z. B. Apple und Microsoft):

1. Sicherheit und Zuverlässigkeit

Da jede/r den Quellcode sehen kann, können Sicherheitslücken geschlossen, Fehler behoben und Verbesserungen gemacht werden.

2. Vielfalt

FOSS Projekte können auf anderen aufbauen und sich diversifizieren. Man nennt das auch Abspaltung. Ein Beispiel sind die unzähligen Betriebssysteme von Linux. Gefällt dir dein aktuelles nicht? Dann kannst du eins von Hunderten anderen auswählen.

3. Stärkt die Zusammenarbeit und definiert Bildung neu

Es bilden sich viele Gruppen, die verschiedene FOSS Projekte leiten, zusammenarbeiten und Wissen weitergeben. Die Maker-Bewegung und Hackerspaces sind ein Beispiel dafür.

4. Effizienz

Ein Projekt baut auf dem anderen auf und dadurch muss man nicht nochmal von vorne anfangen. Stell dir vor, du erstellst ein Programm, mit dem man Videos bearbeiten kann, machst Fortschritte und teilst sie mit keinem anderen. Andere müssten dann von Grund auf neu anfangen. Wenn sie aber Zugang auf deine Fortschritte haben, können sie direkt darauf aufbauen.

Hier findest du noch eine ausführliche Erklärung der Punkte, deswegen werde ich nicht weiter darauf eingehen.

Für mich war noch ein wichtiger Punkt, dass ich kein Geld bezahlen muss und wie der Name schon sagt, ist FOSS kostenlos. Das heißt aber nicht zwingend, dass FOSS handelsfrei ist. Doch dazu später mehr.

Von all diesen Punkten überzeugt, habe ich mich Anfang 2018 entschieden FOSS auszuprobieren und dabei die Linux-Distribution Ubuntu zu benutzen.

Wie habe ich es installiert?

Um Ubuntu zu benutzen, habe ich das Betriebssystem über ein Programm auf einen USB-Stick installiert, dann mit Hilfe eines YouTube-Videos auf meinen Laptop installiert, sodass ich MacOS und Ubuntu gleichzeitig hatte. Sozusagen, um herauszufinden, ob mir Ubuntu gefällt und um es zu testen.

Ich habe eine Zeit lang gebraucht, um mich daran zu gewöhnen, aber letztendlich habe ich mich zurecht gefunden und war ziemlich begeistert. Das Design hat mir sehr gut gefallen und ich konnte mit der Apple-Taste cmd + S in verschiedene Schreibtische wechseln (das fand ich mega cool und sehr praktisch):

Ich habe mich an Ubuntu gewöhnt und es hat mir gut gefallen! Es war nur ein bisschen umständlich, Programme zu installieren, weil man dazu oft den Terminal braucht (die Kommandozentrale des Computers, wo man Befehle ausführen kann), aber das hab ich als Herausforderung gesehen und es hat mir Spaß gemacht, Dinge herauszufinden, die nach einiger Zeit auch funktionierten.

Dann war ich im Dezember bei Tio, der dabei war, eine eigene angepasste Version von dem Betriebssystem Manjaro zu erstellen.

Manjaro

Manjaro basiert auf Arch, ist also auf einem anderen Linux-Betriebssystem aufgebaut. Das ist das Schöne an Open Source, da man das, was andere gebaut haben, neu aufbauen kann. Manjaro hat eine Menge an benutzerdefinierten Dingen für das Betriebssystem erstellt, und die meisten Linux-Distributionen erstellen ein sogenanntes “Repository” (einen Aufbewahrungsort). Das ist im Prinzip ein Server (eine Website), auf dem diese Pakete abgelegt werden und von dort aus leicht installiert werden können. Eine Anwendung (App) ist nichts weiter als ein Stück Code, das in einem Weihnachtspapier verpackt ist.

Wenn du es installieren willst, befiehlst du im Grunde genommen deinem Betriebssystem, es zu entpacken und den Inhalt des Pakets zu erstellen. Wichtig ist, was in diesem Paket enthalten ist. In Windows hast du das “exe” als Paket. Das Problem ist, dass dieses exe sehr unordentlich ist, wenn du es öffnest – es gibt ein Chaos (weiter, weiter, ja, installieren, wo, jetzt?, zustimmen?, weiter, weiter). Du musst dieses Paket auch online auf irgendwelchen Webseiten finden. Es ist also ein komplettes Chaos.

Bei Linux legen die Benutzer diese Pakete an einem einzigen Ort ab und prüfen, ob sie gut sind oder nicht. Stell dir das wie ein Lagerhaus vor. Hier ist alles nach Kategorien sortiert. Arch hat ein solches Lagerhaus, Manjaro hat eins, Ubuntu hat eins, aber der Unterschied zwischen denen liegt hauptsächlich in der Paketverpackung, weil sie eigentlich gleich sind. Ubuntu hat beispielsweise “deb” anstelle von “exe”.

Also zurück zu Manjaro. Es gibt einen eigenen Aufbewahrungsort – das “Repository” (erinnerst du dich?). Manjaro hat jedoch ein kleines Team, daher können sie nicht viele Pakete dort ablegen, da diese Pakete gründlich getestet und gewartet werden müssen. Das bedeutet “Einschränkung”. Darunter leidet Ubuntu, da in ihren Repositories keine neue Software vorhanden ist. Aber Manjaro nutzt AUR. Dies ist das Arch User Repository – das ist wie ein öffentliches Lagerhaus, in dem jeder Benutzer Pakete für die Arch-basierten Linux-Distributionen hinzufügen kann.

AUR ist vielleicht das größte Lagerhaus in der Linux-Welt. Es hat so ziemlich jede Software. Manjaro setzt also auf ein eigenes Repository, erlaubt aber auch die Aktivierung von AUR. So kannst du Pakete von jedem beliebigen Lagerhaus aus installieren, wodurch du eine Vielzahl von Apps nutzen kannst. Software von AUR wird nicht auf Manjaro getestet, aber da Manjaro auf Arch basiert, funktionieren dort so gut wie 99% der Anwendungen.

Manjaro deaktiviert AUR standardmäßig, es ist jedoch sehr einfach über den Software Manager zu aktivieren. Das ist das Coole an Manjaro, ihrem Software-Manager, bei dem das Repository und AUR zusammenarbeiten. Die Installation einer Anwendung ist für jeden Manjaro-Benutzer so einfach. Man muss einfach den Software-Manager öffnen, den Namen einer App eingeben (und sie suchen) und auf installieren klicken. Das ist alles. Man braucht nicht das Terminal und muss auch nicht im Internet nach einer App suchen – easy.

FOSS und handelsfrei

Jetzt nochmal zu der Unterscheidung zwischen Apps, die FOSS sind und Apps die handelsfrei sind.

FOSS heißt, dass sie kostenlos sind und open-source. Das heißt aber nicht zwingend, dass sie auch handelsfrei ist. Die FOSS App könnte zum Beispiel für irgendwelche Zwecke deine Daten sammeln. Oder sie könnte Werbung schalten. Sie wäre immer noch „kostenlos“, wie es viele Menschen heute verstehen, da du immer noch kein Geld bezahlen musst. Dafür aber halt mit deinen Daten oder deiner Aufmerksamkeit.

Deswegen ist handelsfrei so wichtig, da nur die Apps handelsfrei sind, die nichts von dir wollen – keine Daten, keine Aufmerksamkeit, einfach nichts. Denn wie wir in unserem Buch argumentieren ist es ein rutschiger Hang, sobald man in irgendeine Form von Handel verstrickt ist. Deswegen haben wir uns TROM-Jaro überlegt:

TROM-Jaro

Tio hat jetzt dieses Manjaro genommen und es so angepasst, dass es sowohl handelsfrei als auch superfunktional ist und die besten Linux-Apps der Welt enthält. Manjaro kommt vorinstalliert mit beispielsweise Microsoft Office und Steam – die sind nicht handelsfrei! Also haben wir diese Apps entfernt.

Dann haben wir ein paar nützliche Apps vorinstalliert und empfehlen handelsfreie Apps auf der Website von TROM-Jaro. Das Coole ist jetzt, dass du die Apps direkt von der Website installieren kannst, wenn du TROM-Jaro hast, ohne extra auf das Software Center zu gehen. Das macht es super einfach. Du kannst also einfach unsere empfohlenen Apps durchgehen und die installieren, die du willst/brauchst! Und wir werden ständig neue Apps hinzufügen.

Ansonsten haben wir noch Erweiterungen vorinstalliert, die zum Beispiel Werbung bei Firefox verhindern. Du kennst bestimmt den kurzen Werbespot bei YouTube, wenn du ein Video anschauen willst? Du wirst vergessen, dass es das gibt, weil solche Werbung geblockt wird. Andere Plugins bieten zum Beispiel mehr Sicherheit.

Das Design haben wir noch angepasst, sodass es sehr sehr cool aussieht und dann haben wir es so eingestellt, dass du es sofort benutzen kannst.

Ich persönlich benutze TROM-Jaro täglich und bin mega happy damit. Es ist nicht nur schnell, übersichtlich und easy going, sondern sicher und zuverlässig. Ich hab auch die Entwicklung von TROM-Jaro von Anfang an mitbekommen und muss sagen, dass daraus ein super professionelles handelsfreies Betriebssystem geworden ist.

Fazit:

Wenn du also TROM-Jaro installierst, hast du ein schlankes und schnelles Betriebssystem, dass du so anpassen kannst, wie du willst.

Bilder und eine Anleitung, wie du TROM-Jaro installieren kannst, wenn du es ausprobieren willst, findest du auf der Website: www.tromjaro.com/de

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